Besuchen Sie Texel

Auf Texel begann der Zweite Weltkrieg relativ ruhig, doch das sollte sich im Laufe des Krieges ändern. Das Ende des Krieges wird vom Aufstand eines Bataillons von Georgiern gekennzeichnet. Die heftigen Kämpfe in den letzten Monaten des Krieges kosteten 117 Texeler das Leben. Der georgische Friedhof erinnert an diese Schlacht, die im Volksmund als „Russenkrieg“ bezeichnet wurde. Alle Geschichten Texels aus dem Zweiten Weltkrieg finden sich im Luftfahrt- und Kriegsmuseum, das auch Ausgangspunkt für Routen entlang der Militärgeschichte der Insel ist.

Für den deutschen Besatzer war Texel ein wichtiger Stützpunkt am Atlantikwall. Auf dieser Insel wurden mehr als 500 Bauten realisiert, darunter drei Küsten- und zwei Flugabwehrbatterien.

 

Das Luftfahrt- und Kriegsmuseum hat verschiedene Routen entlang der Überreste des Atlantikwalls auf Texel abgesteckt. Darüber hinaus arbeitet das Museum daran, einige der Bunker wieder zugänglich zu machen, darunter den Beobachtungsposten der Südbatterie auf der Loodsmansduin an der Südspitze der Insel und eine Reihe von Bunkern in der Nähe des Museums selbst.

Von den Hunderten von Bunkern, die während des Krieges auf Texel gebaut wurden, sind ein paar Dutzend erhalten geblieben. Die direkt an der Küste liegenden Bunker wurden vom Meer verschluckt oder im Auftrag der nationalen Straßen- und Wasserbaubehörde abgerissen. Auch auf dem Rest der Insel fielen die meisten Bunker dem Abrisshammer zum Opfer.

 

Loodsmansduin
Die splittersicheren Bunker rund um die Loodsmansduin wurden noch lange als Ferienhäuser genutzt, sind inzwischen allerdings auch abgerissen. Das niederländische Waffenleitsystem an diesem Ort, das während des Krieges von den Deutschen genutzt wurde, ist erhalten geblieben. Dieser Posten ist zugänglich und mit Informationen versehen. Gegenüber dem Flugplatz steht auch heute noch der markante Kommandoposten.

 

Kommunikationsbunker Texla-Komplex
Nördlich von Den Burg ist der Kommunikationsbunker für Funk- und Telefonverbindungen erhalten  geblieben. Dieser Bunker war Teil des Texla-Bunkerkomplexes, der aus insgesamt fünfzig Bunkern bestand. Zwei der Bunker stehen heute noch. Während des Georgischen Aufstands spielte der Kommunikationsbunker eine wichtige Rolle. Die meuternden Georgier schafften es, ihn zu besetzen, sodass die Deutschen keine Verstärkung rufen konnten. Jahrelang lag der Bunker unter einer dicken Schicht Sand verborgen und ist erst vor Kurzem freigelegt worden. Demnächst soll er für Besucher zugänglich gemacht werden.

 

Luftfahrt- und Kriegsmuseum in De Cocksdorp
Wenn Sie einen guten Eindruck davon bekommen möchten, was für den Atlantikwall so alles gebaut wurde, sollten Sie das Luftfahrt- und Kriegsmuseum in De Cocksdorp besuchen. Dort finden Sie maßstabsgetreue Modelle aller Bunker. Außerdem bietet das Museum zahlreiche Informationen über den Georgischen Aufstand.